Welche Banken wieder Zinsen zahlen: Tagesgeld und Festgeld

BOffensichtlich wird es einige Zeit dauern, bis die Zinsänderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) jedes Dorf in Deutschland erreichen. Direktbanken wie die ING Deutschland lassen es sich nicht nehmen, auf das erste Signal der Notenbank in Zeiten höherer Zinsen mit einem schnellen Ende der Negativzinsen für Kunden und einem Comeback ihrer Telefongeldkonten zu reagieren. Er ist von der Wirkung der Werbung überzeugt.

Mittlerweile passiert es aber auch bei den Volksbanken und Sparkassen im ganzen Land, wie das Verbraucherportal Biallo in einer Vergleichsstudie herausgearbeitet hat, die die FAZ extra vorab erhalten hat.

Die Zinsen für Spareinlagen vieler kleiner Institute sind daher in Vergleichstabellen im Internet nicht mit den besten nationalen Anbietern vergleichbar. Sie kompensieren auch nicht die Inflation, die derzeit bei über 10 Prozent liegt. Für Kunden von Volksbanken und Sparkassen ist es jedoch eindeutig von Vorteil, einfach mit einem Berater über Zinsen zu sprechen.

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Die Sparzinsen sind im Vergleich zu den Depotkosten gering

Bislang hätten 770 Volks- und Raiffeisenbanken sowie 360 ​​Sparkassen in dieser Frage „so gut wie nichts erreicht“, schreibt Biallo. Bei Sparkonten, Festgeldern oder Tagesgeldern gibt es – wenn überhaupt – nur einen symbolischen Zinssatz von 0,001 beziehungsweise 0,01 Prozent pro Jahr. Außerdem wird bei Überschreitung eines bestimmten Betrages, oft 50.000 oder 100.000 Euro, die sogenannte Einbehaltungsgebühr fällig. Viele Genossenschaftsbanken und Sparkassen haben diesen Negativzins nach der ersten Zinserhöhung der EZB am 21. Juli „relativ schnell“ abgeschafft.

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Ein Vergleich der 50 größten Institute der beiden Bankengruppen zeigt nun: 76 Prozent der Sparkassen bieten inzwischen Festgeld mit positiver Verzinsung an, 44 Prozent der Volks- und Raiffeisenbanken.

Die durchschnittliche Verzinsung beträgt derzeit 1,14 Prozent für einjährige Festgelder bei Sparkassen. Genossenschaftsbanken durchschnittlich 1 Prozent. Beide waren mehr als nur vor ein paar Monaten. Bester Anbieter unter den Sparkassen in dieser Kategorie ist heute die Sparkasse Holstein mit 1,8 Prozent bei Festgeldern für ein Jahr. Spitzenreiter unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken ist die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn: Sie zahlt 1,65 Prozent für einjährige Festgelder. Der höchste Zinssatz für Festgeld für vier Jahre liegt hingegen bei 2,7 Prozent in beiden Bankengruppen, angeboten von der Kreissparkasse Heilbronn und der Bank für Kirche und Diakonie.

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Anders als Festgeld sind Genossenschaftsbanken beim Tagesgeld zumindest günstiger als Sparkassen: Der durchschnittliche Zinssatz liegt bei 0,06 Prozent, bei Sparkassen bei 0,007 Prozent. Unter allen Sparkassen bietet die Kreissparkasse Köln mit 0,25 Prozent den höchsten Zinssatz für täglich fällige Einlagen, unter den Genossenschaftsbanken führt die Bank im Bistum Essen mit 0,5 Prozent das Feld an.

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