Weiße Weihnachten? La Niña könnte alles durcheinanderbringen

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Von: Isabelle Jentzsch

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Schnee in Berlin
Können wir uns dieses Jahr auf weiße Weihnachten in Deutschland freuen? (Ikonenbild) © Maurizio Gambarini/dpa

Richtig kalt ist es in Deutschland noch nicht geworden. Das liegt auch am Wetterphänomen „La Niña“. Die warmen Temperaturen können sogar bis in die Weihnachtszeit anhalten.

München – Der Herbst zeigt sich bisher von seiner sanften Seite. Sonnenschein und warme Temperaturen haben in den vergangenen Wochen viele Menschen ins Freie gelockt. Nach dem langen Sommer- und Spätsommerherbst wächst noch die Vorfreude auf den Winter und die Hoffnung auf eine weiße Weihnacht. Die Hitze der letzten Wochen hat aber einen Grund und könnte möglicherweise bis Weihnachten andauern.

„La Niña“ heißt das Wetterphänomen, das in den vergangenen Wochen für die warme Luft in Deutschland verantwortlich war und in den kommenden Wochen voraussichtlich weiterhin für wärmere Phasen in Europa sorgen wird. La Niña ist ein Hochdruckgebiet über dem Pazifischen Ozean, das kalte Luft nach Nordamerika schickt und gleichzeitig die Westwinde blockiert. Dies löst eine Wellenbewegung auf der Nordhalbkugel aus. Die kalte Luft wird über den Atlantik geschoben und im Gegenzug strömt warme Luft nach Mitteleuropa.

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La Niña: Wetterphänomen sorgt auch im November für warme Temperaturen

Jedes Mal, wenn sich das Hoch über dem Pazifik aufbaut, setzt eine weitere La-Niña-Welle ein und ein paar Tage später sind die Temperaturen in Deutschland wieder im Spätsommer statt im Herbst. Es ist wahrscheinlich, dass es im November noch drei weitere solcher Wellen geben wird. Die erste startete Anfang November, die zweite wird am 11. November und die dritte am 20. November erwartet.

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Die La-Niña-Wellen werden jedoch voraussichtlich nicht im November enden. Wettermodelle deuten darauf hin, dass in der ersten und zweiten Dezemberwoche eher mildes als winterliches Wetter in Deutschland eintreffen könnte. Meteorologischer Winteranfang ist der 1. Dezember und bis dahin bleibt es dank La Niña wohl relativ warm. Ob es zu Winterbeginn, am 21. Dezember, auch eine La Niña-Welle geben wird, bleibt in den kommenden Wochen abzuwarten.

Wetterphänomen: Trotz La Niña kann es noch winterlich werden

Doch die warme Luft, die La Niña nach Mitteleuropa schickt, wird im Herbst und Winter von anderen Faktoren beeinflusst als im Sommer. Es kann vorkommen, dass der Herbstnebel die Sonne und die warme Luft abschirmt. Dann ab in die Berge! Denn dort ist es warm und sonnig, wenn es im Tal nass, grau und wolkig ist.

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Aber auch die Wintersonnenwende im Dezember kann die La-Niña-Wellen beeinflussen. Dadurch verändert sich die Strahlungsbilanz der Erde und damit das Wetter. Dann gibt es noch den Polarwirbel. Wenn das La-Niña-Hoch in den kommenden Wochen den Polarwirbel beeinflusst, könnte es einen Kälteeinbruch auf der Nordhalbkugel auslösen. Man weiß also nie genau, wie sich das Wetter entwickeln wird, aber der Schnee lässt lange auf sich warten, besonders in niedrigeren Lagen. (ij)

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