Schmerzhafter Abend für Frauen der Sport-Union

Schmerzlicher Abend der Sport-Union-Frauen

Die Neckarsulmer Munia Smits (gedeckt) legten sich nach einem unglücklichen Zusammenstoß schreiend vor Schmerzen hin und konnten nicht weiterspielen Foto: Veigel, Andreas

Beim Hausherrn und den nahezu perfekten Gästen der Sport-Union Neckarsulm musste einiges schief gehen, um beim ewigen Landessieger SG BBM Bietigheim zählen zu können. Die Bittigheimer von Trainer Markus Gaugisch holten sich am Mittwochabend jedoch zwei Punkte mit einem 35:23 (17:11)-Erfolg in Enzi.

Und obwohl für Sport-Union im nächsten Spiel des dritten Bundesliga-Spiels nichts zu zählen war, war klar, dass im Schatten des Viadukts aus Neckarsulm-Sicht zumindest ein paar kleine Erfolge zu verbuchen waren. Allerdings gab es auch einen Rückschlag. Denn das Sportmatch mit ihrer älteren Schwester Xenia war für Munia Smits nach weniger als einer Viertelstunde vorbei.

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Das Spiel endete früh für die Smiths

Er und Amber Verbracken stießen so heftig zusammen, dass der Belgier sich schreiend vor Schmerzen hinlegte und sich sein rechtes Knie umklammerte. Seine Schwester war schnell bei ihm, aber genauso schnell war klar, dass das Spiel für die Neckarsulmiter vorzeitig zu Ende sein würde. „Es gibt noch keine Diagnose, aber es sah nicht gut aus. das Knie nach hinten geschoben”, sagte Alderink nach dem Spiel. Früher Schock, denn Smits war mit drei Toren das lebhafteste Element im Angriff von Sport-Union. Zu diesem Zeitpunkt war es jedoch bereits 4:11.

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Das lag maßgeblich daran, dass die Gastgeber von den letzten beiden Champions-League-Niederlagen im Derby nicht betroffen waren. Daran konnte auch die majestätische „Blaue Wand“-Delegation nichts ändern.

Viele Fehler

Die neuen Spielideen von Mart Aalderink waren sowohl in der Offensive als auch in der Defensive erkennbar, aber aufgrund vieler Fehler griffen sie selten an, um wirklich davon zu profitieren. „Aber das gehört dazu, wenn man nicht so oft gespielt hat“, sagte Alderink. Im Angriff lief sein Team von hinten an und legte viele Flanken ein. Sharon Nuitmer, die im Kreis eine unangenehme Nacht hatte, wurde oft herausgezogen, die Flügel waren mehr in den Aufbau des Stücks eingebunden, aber nicht am Ende als beim letzten Mal.

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Doch viele kaputte Spielzüge und ein halbes Dutzend Fehlpässe machten deutlich, dass ein neues Handballkonzept nicht in einer Woche erlernt und umgesetzt werden kann. Gastarrangements waren jederzeit erweiterbar.

Bei einer 6:0-Abwehr, die Alderink als „aggressiv und chamäleonhaft, sich immer an die Spielwünsche des Gegners anpassend“ bezeichnete, wirkte die Mannschaft defensiv deutlich agiler und nach vorne gerichteter als in den Wochen zuvor. Je nach Situation kam der Spieler auf das Feld, um seinen ballbesitzenden Gegner aggressiv unter Druck zu setzen. Das hat zeitweise ganz gut funktioniert, auch gegen einen Champions-League-Klub.

Der Torhüter entwickelt sich zum besten Spieler von Neckarsulm

Allein. Da Sport-Union im Angriff selten klare Schüsse abgab, hatte Gaugishs Team bei Kontern Raum, den sie meist gnadenlos auszunutzen wussten. Erst rund 25 Minuten später erwischte Neckarsulms Torfrau Sarah Wachter ein paar Bälle und wurde dann in der zweiten Halbzeit wieder Neckarsulms beste Spielerin.

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Allerdings waren die Tore der Hausherren teilweise zu leicht für Sport Union, um den Tabellenführer ernsthaft herausfordern zu können. 7:14 (20.), 11:17 (30.), 2:24 (40.), 32:18 (50.). Neckarsulms Nachhut wurde entlarvt.

Mart Alderink ließ sich jedoch nicht beirren, gab Anweisungen bis zum Ende und zeichnete eifrig Züge auf seinem Taktikbrett. „Dies war das harte Spiel, das wir erwartet hatten, insbesondere als wir unsere neue Verteidigung getestet haben. Aber ich habe mit einigen Spielern gesprochen und sie glauben an das System”, sagte Alderink. In den zehn Tagen bis zum Heimspiel gegen Halle-Neustadt wird er wohl öfter sein Strategiebrett zücken.

Sport-Union: Vachter (10 Paraden); Salamakha (3 Paraden), Polatskova – Verbracken (4), Gorshenina (1), Nuitmer (3), Kuchyukildiz (1), Smits (3), Johansen (4); Lutke (3), Brüggemann, Moser (2), Mann (2).

Erfolgreichste Bogenschützin Bittigheim: Julia Meidhoff (9/3).

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck/Simon Reich.

Strafen: Bittigheim: 3/3; Sportunion: 0/1.

Strafen: 2/4. Aufrufe: 623.

Gaugisch geehrt

Markus Gaugisch, derzeit noch als Bittigheimer Trainer und Frauen-Bundestrainer tätig, wurde am Dienstagabend im Porsche-Museum in Stuttgart zum baden-württembergischen Trainer des Jahres 2022 gekürt. Der 48-jährige Gymnasiallehrer ist der erste Handballer, der die Auszeichnung erhält.



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