RWE mit Gewinnsprung – Kritik an geplanter Abschöpfung

RWE bekräftigt den Ausblick für das Gesamtjahr und peilt ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen 2,1 und 2,6 Mrd. Euro an. RWE bekräftigt den Ausblick für das Gesamtjahr und peilt ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen 2,1 und 2,6 Mrd. Euro an.

RWE bekräftigt den Ausblick für das Gesamtjahr und peilt ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen 2,1 und 2,6 Mrd. Euro an.

Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

RWE hat in diesem Jahr bisher viel Geld mit dem Verkauf von Strom und Ökostrom verdient. Die Essener sehen die geplante Abschöpfung willkürlicher Einnahmen kritisch. Der Konzern verbleibt im Braunkohlenbergbau.

dDer Energiekonzern RWE kritisiert den Plan der Bundesregierung, sogenannte Zufallseinnahmen abzuschöpfen. „Eingriffe in bewährte marktwirtschaftliche Systeme gilt es zu vermeiden“, sagte Finanzvorstand Michael Müller bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Werden Eingriffe von der Politik als absolut notwendig erachtet, ist eine zeitliche Begrenzung für den Krisenzeitraum unabdingbar.

„Die Steuer muss so gestaltet werden, dass wir der Krise entkommen“, sagte der Manager. “Wir müssen unseren Weg aus der Krise investieren.” Die für den Umbau der Energieversorgung benötigten Beträge sollten nach Müllers Ansicht „überwiegend von privaten Unternehmen“ aufgebracht werden. Und dafür müssen die Rahmenbedingungen für Investoren attraktiv und verlässlich bleiben. RWE sehe sich in der Verantwortung, sagte er. Bislang sei nicht klar, wie Gewinnabschöpfung aussieht, sagte Müller. Nicht zuletzt entschied das Management, die Jahresprognose nicht anzuheben.

RWE legte gute Quartalszahlen vor. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 70 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen eine hohe Stromnachfrage, eine grünere Stromproduktion und ein „stärkeres“ Handelsgeschäft. Während die Gewinne in den Bereichen Erneuerbare Energien und Handel kräftig zulegten, gingen sie im Segment Kohle und Kernenergie zurück, das nicht mehr zum Kerngeschäft von RWE gehört. Grund ist unter anderem die Schließung des Kraftwerks. Die Stromproduktion der deutschen Braunkohlekraftwerke und des RWE-Atomkraftwerks war bereits vor der aktuellen Energiekrise ausverkauft.

Das Unternehmen bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Im Jahr 2022 strebt sie daher weiterhin ein operatives Ergebnis zwischen 5 und 5,5 Milliarden Euro an. Das bereinigte Nettoergebnis soll zwischen 2,1 und 2,6 Milliarden Euro liegen. Das Dividendenziel bleibt unverändert bei 90 Cent je Aktie.

Müller ging auch auf die Debatte um mehr Braunkohleverstromung ein. RWE hält es daher für notwendig, den von Klimaaktivisten besetzten Braunkohletagebau Garzweiler noch in diesem Winter in der Stadt Lützerath zu räumen. Es gehe um die Lieferung der aus dem Sicherheitsvorrat zurückgekehrten Braunkohleblöcke und der beiden Blöcke, die derzeit mit Braunkohle höher laufen, sagte Müller. Dafür ist es notwendig, dass der Tagebau wie geplant weitergeführt wird. „Insofern muss auch Lützerath beim Winterdienst geräumt werden“, sagt Müller. Wann die Rodung beginnen würde, wisse er nicht.

Anfang Oktober einigten sich die grün geführten Wirtschaftsministerien des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Energiekonzern RWE auf den Kohleausstieg im Rheinischen Revier bis 2030. Fünf weitgehend aufgegebene Tagebaudörfer bleiben aber erhalten Lützerath muss für die Gewinnung von Kohle ausgebaggert werden. Das wollen lokale Aktivisten verhindern.

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