Netzagentur: Füllstand der Gasspeicher sinkt erstmals wieder leicht

Aktualisiert am 05.11.2022 um 16:26 Uhr

  • Steigende Gasspeicherraten haben in letzter Zeit die Bedenken der Verbraucher über Gasknappheit gemildert.
  • Jetzt ist die Fillrate erstmals wieder gesunken – und die Netzagenturen wiederholen ihren bekannten Appell.

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Im Durchschnitt wird derzeit aus deutschen Gasspeichern mehr Gas entnommen als gespeichert. „Erstmals sehen wir eine kleine Entnahme“ aus Deutschlands Gasspeichern, schrieb der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, am Samstag auf Twitter. Die Füllquote aller deutschen Gasspeicher ist am Donnerstag um 0,03 Prozent auf 99,26 Prozent gesunken. Der Füllstand wird immer verzögert mitgeteilt.

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„Wir haben viel Gas gespeichert, aber der Winter kann lange dauern“, schrieb Müller. Um eine Gasknappheit zu vermeiden, muss Deutschland Gas sparen, Flüssiggasterminals bauen und die Infrastruktur sichern.

In einem weiteren Tweet merkte Müller an, dass minus 0,03 Prozent der Nettowert seien. Einzelne Gasspeichertanks speichern weiterhin Gas, während andere Gas freisetzen, sagte er.

Das Niveau ist zuletzt weiter gestiegen

In letzter Zeit steigt der Füllgrad in Gasspeichern, sodass mehr Gas gespeichert als verbraucht wird. Das liegt unter anderem an den relativ hohen Temperaturen im Herbst. Allerdings hat die Bundesnetzagentur am Freitag angekündigt, dass die Ausstiegsphase beginnt.

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Speicher gleichen Schwankungen im Gasverbrauch aus und bilden so ein Puffersystem für den Markt. Wenn im Herbst der Sommer beginnt, ist es meist gut gefüllt. Die Füllrate nimmt bis zum Frühjahr ab. Laut Energiewirtschaftsgesetz sollen es am 1. Februar noch 40 Prozent sein.

Immer weniger Menschen rechnen im Winter mit Gasknappheit

Andererseits rechnen in Deutschland weniger Menschen mit Gasknappheit im Winter. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“). Demnach sind im August 2022 noch 52 Prozent der Befragten der Meinung, dass es in Deutschland künftig kein Gas mehr geben wird und der Gasverbrauch begrenzt werden sollte. Im Oktober sank dieser Prozentsatz auf 36 Prozent.

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Bundesfinanzminister Christian Lindner versprach den Bundesbürgern in einem Gastbeitrag in der “Wirtschaftswoche” am Samstag, dass die Energiepreise hoch bleiben werden. „Es ist absehbar, dass die Energiepreise mittelfristig nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückfallen werden“, schrieb der FDP-Politiker.
©dpa

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