Liebing: “Aufwand-Nutzen-Verhältnis geplanter Erlösabschöpfung immer fraglicher”: Zeitung für kommunale Wirtschaft

Da der Kurs langsam wieder fällt, stellt sich auch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit dieses Instruments. Im Oktober 2022 wird voraussichtlich der Monatsmittelwert auf dem Festland von 128 Euro/MWh erreicht. Das Preisniveau ist also weit vom Sommer entfernt. „Die Prognose für /November sieht genauso aus. Mit dem Preisverfall wird sie auch sinken, sodass das Kosten-Nutzen-Verhältnis zunehmend fragwürdiger wird“, sagte Liebing.

Der Sicherheitsabstand ist sehr gering

Grundlage für das Skimming dürfte für die meisten Anlagenbetreiber der virtuelle Gewinn sein, der anhand theoretischer Benchmarks ermittelt wird. Das vorgeschlagene Modell berücksichtigt jedoch nicht, wie das Unternehmen diese Gewinne tatsächlich erwirtschaftet. „Es besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse vernichtet werden, wenn das Unternehmen nicht produziert.“ Die im Modell vorgesehenen zusätzlichen Kosten für die Sicherheit sind zu gering, um zukünftige Ungerechtigkeiten zu verhindern.

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Dies ist nach Einschätzung des VKU auch der Grund, warum EEG-Anlagenbetreiber direkte Stromlieferverträge kaum abschließen werden. Schließlich wird überlegt, dass die Grundlage für die Abgabe auch Einnahmen am Spotmarkt sein könnten, obwohl die Einnahmen aus PPA niedriger sind.

„Korrektur-Hedging ist nicht in allen Fällen sinnvoll“

Das vorgeschlagene Verfahren zur Hedging-Korrektur, das die Umlage für die verkaufte Strommenge langfristig – zu einem niedrigeren als dem aktuellen Marktpreis – reduzieren kann, ist nicht immer geeignet, den Betreiber der Anlage davor zu schützen Aufladen nicht vorhandener Ergebnisse. „Zum Beispiel wird vernachlässigt, dass die im Terminmarkt durchgeführten Lieferverpflichtungen nicht immer der Verfügbarkeit des Systems entsprechen“, so der VKU-Geschäftsführer.

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Dies ist insbesondere bei wärmegeführten KWK-Anlagen nicht der Fall. Produziert die Anlage zum Liefertermin keinen Strom, muss Strom zu einem nicht kalkulierten Preis am Markt eingekauft werden. Daraus resultierende Verluste werden im staatlichen Konzept der Hedging-Korrektur nicht berücksichtigt.

Ein weiterer Kritikpunkt des VKU ist, dass die Erlösobergrenze bei EEG-geförderten Anlagen teilweise geringer ist als bei Anlagen ohne EEG-Förderung.

Auch bei der thermischen Abfallverwertung besteht Verbesserungsbedarf

Kritisiert wird auch, dass der Referenzwert für Waste-to-Energy von 10 Cent pro kWh eindeutig zu niedrig ist. In der aktuellen Energiekrise hat sich die thermische Abfallverwertung verdoppelt: Zum einen sind die Kosten für Hilfsstoffe und Betrieb deutlich gestiegen. Zweitens wirkt sich die Energiekrise auch auf die Wirtschaft und damit auf die Abfallmenge aus. Beide Effekte verteuern den Betrieb von Müllverbrennungsanlagen und lassen die Energiegestehungskosten und -risiken steigen.

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Auch die Preise auf dem Altholzmarkt sind sehr hoch und zudem instabil. Das Umlagekonzept ignoriert diese Entwicklung, da es sich auf historische Stromgewinne bezieht. (Hacke)

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