Hochburg Brandenburg: Zahl der Wolfsrudel in Deutschland steigt leicht an

Hochburg Brandenburg

Die Zahl der Wolfsrudel in Deutschland nimmt leicht zu


Wolfsrudel
Bild: dpa

In Deutschland hat die Zahl der Wolfsrudel weiter zugenommen. 161 zählte das Bundesamt für Naturschutz zuletzt. Brandenburg belegt den ersten Platz.

Die Zahl der Wolfsrudel in Deutschland hat leicht zugenommen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundeswolfdokumentations- und -beratungszentrum gaben am Montag bekannt, dass in Deutschland zwischen Mai 2021 und April 2022 161 Wolfsrudel registriert wurden. Das waren drei Rudel mehr als im vorherigen Berichtszeitraum.

Die meisten Pakete leben in Brandenburg

Demnach lebten 2021/2022 die meisten Wolfsrudel in Brandenburg (47), gefolgt von Niedersachsen (34) und Sachsen (31).

Neben den 161 Rudeln für das Monitoringjahr 2021/22 wurden auch 43 Wolfspaare und 21 ansässige Einzelwölfe bestätigt. Im Zeitraum 2020/21 waren es noch 35 Paare und 22 Einzelwölfe.

Der Hauptfeind des Wolfs bleibt das Auto

Im Berichtszeitraum 2021/22 wurden insgesamt 1.175 einzelne Wölfe registriert. Die Zahl der gefundenen toten Wölfe betrug 148 Tiere: 102 starben bei Verkehrsunfällen und 13 Wölfe wurden illegal getötet.

Die Zahlen beruhen auf Untersuchungen der Bundesländer mit wissenschaftlich belegten Beweisen, etwa durch Genspuren und Kamerafallenbilder, wie BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm betonte.

Auch Angriffe auf Nutztiere nahmen zu

Angriffe auf Nutztiere, insbesondere Schafe und Ziegen, sorgen immer wieder für öffentliche Diskussionen um den streng vor Abschuss geschützten Wolf. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 975 Wolfsangriffe gemeldet, bei denen 3.374 Nutztiere verletzt, vermisst oder getötet wurden. Im Vorjahr waren es 942 Angriffe.

Für Tierhalter in Deutschland gibt es jedoch in fast allen Bundesländern mit etablierten Wolfspopulationen staatliche Zuschüsse zum Herdenschutz. Elektrozäune oder Hütehunde werden empfohlen. Dafür wurden 2021 bundesweit gut 16,6 Millionen Euro ausgegeben, heißt es in dem Bericht. Zudem zahlten die Behörden im Jahr 2021 fast eine halbe Million Euro an Entschädigungen an Viehhalter.

Keine Fälle von unprovozierten aggressiven Wölfen in 24 Jahren

Wölfe sind in Deutschland eine streng geschützte Art unter Naturschutz. Das Abschießen ist grundsätzlich verboten, es sei denn, die eigentlich menschenscheuen Wölfe verhalten sich zum Beispiel aggressiv, wenn sie auf Menschen treffen. Dann erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz einen Abschuss – offiziell „Entnahme“ genannt. Dem Bericht zufolge ist ein solcher Fall von unprovoziertem aggressivem Wolfsverhalten seit 1998 nicht mehr vorgekommen.

In Brandenburg können Wölfe nun auch „entfernt“ werden, wenn sie zum Beispiel in bestimmten Gebieten über einen längeren Zeitraum überdurchschnittlich häufig Nutztiere töten.


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