Energiekrise: Stimmung in der Wirtschaft in MV stürzt auf Rekordtief

Es klingt fast wie ein Hilferuf und Ausdruck der Not des Unternehmens in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern steht nicht still. Die Energiepreiskrise betrifft das gesamte Wirtschaftsspektrum“, sagte Matthias Belke, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin für die drei IHKs im Land, auf einer Presse Konferenz in Schwerin am Dienstagabend. Gerade die Unternehmensplanung ist heute für viele Unternehmen eine Herkulesaufgabe.

Lesen Sie auch: Nicht genug Geschäftsentwicklung? Die Luft ist dick in Stavenhagen

In der aktuellen Konjunkturumfrage dreier Industrie- und Handelskammern des Landes nennen 80 Prozent der Unternehmen die Energiepreise als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. “Das ist ein Rekord. Es ist offensichtlich, dass das Risiko aus wirtschaftlicher Sicht zunimmt. Hohe Rohstoffpreise, steigende Arbeitskosten, schwache Binnennachfrage und Arbeitskräftemangel belasten das Unternehmen“, sagte Belke.

Auch Lesen :  Anteilseigner von Tesla: Nach Musks massivem Aktienverkauf: Das sind jetzt die größten Tesla-Aktionäre des NASDAQ-Wertes | Nachricht

Die aktuelle Lage ist noch stabil – die Erwartungen sinken jedoch

Der Wirtschaftsklimaindex für Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile auf 70,8 Punkte gefallen. Dies entspricht einem Rückgang um 30 Indexpunkte im Vergleich zum Sommeranfang 2022. Der von der IHK speziell für Mecklenburg-Vorpommern berechnete Index spiegelt die Einschätzung des Unternehmens zur aktuellen Lage und Erwartungen im Zeitverlauf wider. „Angesichts der komplexen Lage scheint die aktuelle Lage der meisten Unternehmen noch stabil zu sein. Fast fünfmal wird die aktuelle Lage als schlecht bezeichnet“, ergänzte Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwerin.

Auch Lesen :  Teuerungswelle schlägt auf Versicherer durch | Freie Presse

„Aufgrund der Ungewissheit sind die Erwartungen der Unternehmen aber stark gesunken. 62 Prozent denken, dass es noch schlimmer wird. Nur 6 Prozent halten es für besser“, sagte Eisenach. Erhöhte Kosten, insbesondere für Energie und Treibstoff, werden jedes Unternehmen treffen.

Investitionen werden aufgeschoben und Energieeffizienz ist evident

Insgesamt steigt das Preisniveau und wirkt sich auf den gesamten Konjunkturzyklus aus. „Die Devise der Unternehmen lautet oft, wo immer möglich und möglich zu sparen. Konkret wollen 52 Prozent andere Investitionen vorerst aufschieben. 24 Prozent investieren in Energieeffizienzmaßnahmen. Häufig wird die Umstellung auf LED-Leuchten und Photovoltaikanlagen genannt“, so der Vertreter der Kammer.

Auch Lesen :  Kanye West: Ye schert sich nicht um schwarze Leben - Wirtschaft

Auch interessant: Die Bundesbank sieht die Wirtschaft am Rande einer Rezession

Gleichzeitig wisse jedes Unternehmen, dass Photovoltaikanlagen nicht die Lösung für diesen Winter seien, sagte Belke. „Aber wir müssen auch unsere langfristige Perspektive neu schärfen. Dazu gehört die Sicherung der unternehmerischen Basis für die Zukunft. Investitionen, die heute nicht getätigt werden, gehen im Konjunkturkreislauf verloren und beeinträchtigen auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb, so Belke müssen Unternehmen schnell Sicherheit einplanen, um die aktuelle Krise kurzfristig zu bewältigen und mehr.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button