Energie – Oldenburg – Strom- und Gaspreise steigen zum Jahreswechsel – Wirtschaft

Hannover (dpa/lni) – Auch in Niedersachsen müssen sich viele Strom- und Gaskunden zu Beginn des neuen Jahres auf höhere Preise einstellen. Der Oldenburger Energieversorger EWE beispielsweise will ab dem 1. Januar 12,16 Cent pro Kilowattstunde Strom aus Basisstrom zusätzlich verlangen. Für den Jahresgrundpreis müssen Verbraucher in dieser Kategorie statt 180 Euro rund 200 Euro zahlen. Gaskunden müssen für die Grundversorgung 3,92 Cent pro Kilowattstunde mehr zahlen als bisher – der Jahresgrundpreis liegt bei rund 2 Euro mehr. EWE hatte dies Anfang November angekündigt, der Preis war bereits im Oktober angehoben worden. Das Unternehmen begründete diese Maßnahmen mit anhaltend hohen Einkaufspreisen im Energiegroßhandel. Auch ein entsprechender Nachkauf ist notwendig, da EWE viele zusätzliche Kunden bedienen muss.

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Auch der Braunschweiger Energieversorger BS Energy hat kürzlich angekündigt, die Preise für die Grundversorgung mit Strom zum Jahresbeginn um 6,55 Cent pro Kilowattstunde zu erhöhen. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden ergibt sich ein Plus von 13,64 Euro pro Monat, was einer Steigerung von 13,4 Prozent entspricht. Der Preis für die Grundversorgung mit Gas bleibt bis heute unverändert.

Der Regionalversorger Enercity in Hannover hatte zunächst keine Erhöhung der Strom- und Gaspreise geplant. Nach Angaben des Unternehmens müssen politische und energiewirtschaftliche Entwicklungen beobachtet und ggf. erlassen werden. Viele Verbraucher haben in den vergangenen Wochen drastische Preiserhöhungen von Anbietern erhalten. Teilweise wird der monatliche Abschlag für das nächste Abrechnungsjahr, beispielsweise für Erdgas, mit dem Drei- bis Vierfachen des bisherigen Wertes angekündigt.

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Um übermäßige Erhöhungen insbesondere für einkommensschwache Haushalte und kleine Unternehmen zu reduzieren, hat die Politik Finanzhilfen und Preisbremsen für Energie vorbereitet. Im Dezember nahm der Staat erstmals volle monatliche Gasrabatte, aber der organisatorische Ablauf war kompliziert. Die eigentliche Preisbremse – finanzielle Unterstützung für einen Großteil des zu erwartenden Jahresverbrauchs – soll erst ab März greifen. Nach dem am Dienstag von der Regierung bekannt gegebenen Plan können Steuerentlastungsbeiträge dann rückwirkend für die Wintermonate Januar und Februar angerechnet werden.

Konkret werden für Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen 80 Prozent des für September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs von Erdgas auf einen Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde und für Fernwärme auf 9,5 Cent begrenzt. Für die restlichen 20 Prozent gilt ein mit dem Energieversorger vertraglich vereinbarter höherer Preis. Durch diese Abstufung soll verhindert werden, dass der durch staatliche Förderungen getriebene Gesamtverbrauch weiter ansteigt, anstatt weiterhin möglichst viel Gas und Wärme einzusparen. Mit der geplanten Strompreisbremse soll es zudem eine 80-prozentige Deckelung des Jahresverbrauchs von Privatverbrauchern und kleinen Unternehmen geben, die mit 40 Cent pro Kilowattstunde kassiert werden. Für Industriekunden gelten Sonderregelungen für Energiepreisbremsen.

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© dpa-infocom, dpa:221125-99-656059/2

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