Corona, Influenza, RSV: Warum sind unsere Kinder so krank?

Eine Intensivpflegekraft versorgt einen am Respiratory Syncytial Virus (RS-Virus oder RSV) erkrankten Patienten, der auf der Kinderintensivstation des Olgahospitals des Klinikums Stuttgart beatmet wird.  Aufgrund von Atemwegserkrankungen bei Kleinkindern gibt es in manchen Krankenhäusern viel zu tun.

Eine Intensivpflegerin behandelt am 25.11.2021 in Stuttgart ein am RS-Virus erkranktes Kind.

Krankenhäuser sind voller Kinder: Influenza- und RS-Viren verursachen vor allem bei Kindern schwere Erkrankungen, Corona kursiert weiter. Die Gründe sind umstritten. Die Folgen sind noch unklar.

Kranke Kinder für immer: In den letzten Wochen waren Kliniken auf der ganzen Welt voll. Nebeneinander kursiert eine heftige RS-Virus-Welle, sowie die schwere Grippe seit dem Sommer und natürlich wütet das Corona auch nach dem Zusammenbruch aller Schutzmaßnahmen in Schulen und Kitas weiter und breitet sich somit in der Gesellschaft aus.

Aber warum werden manche Kinder schwer krank? In der „Bild“ zeigt der Münchner Arzt Dr. Für die erforderliche Maske ist Peter Schleicher zuständig, der auch die Immunologie als Fachgebiet definiert. Kinder brauchen “14 bis 16 Infektionen pro Jahr”, um das Immunsystem zu trainieren, die Maske sei ein “fataler politischer Fehler”.

Virologe Eckerle: “Man muss sich nicht anstecken.”

Die renommierte Professorin Isabella Eckerle findet das jedoch trivial. Der Virologe schrieb auf Twitter: „Es gibt kein ‚Infektionskonto‘, das man machen muss, damit man am Ende des Jahres bei Null landet. Wenn man unterdurchschnittlich infiziert ist, dann braucht man das nicht nachzuholen.“ später. Dann ein wenig deine Krankheit.“

Auch Lesen :  Schwere Verluste für Russland – Schwarzmeerflotte steht vor großen Problemen

‘Infektionskonto’Dr. Martin Platten, Infektiologe im Labor Dr. Wisplinghoff in Köln meint, „die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Das Tragen von Masken hat dazu geführt, dass viele Menschen in den letzten Jahren seltener erkältet sind als sonst. Gerade die während der Pandemie geborenen Kinder sind mit vielen Viren, die sich heute ausbreiten, nicht in Kontakt gekommen.“ Das ist jetzt dafür gemacht, was dazu führt, dass Erkältungen häufiger und manchmal schlimmer vorkommen, aber das lässt sich nicht verhindern, das müssen wir jetzt tun.“ Das ändere aber nichts daran, dass man eine Maske trage, gerade bevor es einen Impfstoff gebe und Medizin gegen Covid-19, ist ein entscheidender und wichtiger Schritt.

Auch Ländervergleiche stützen die Immunschuld-These nicht. Ausgerechnet Schweden war eines der ersten Länder in Europa, das wegen der RS-Viruswelle Alarm geschlagen hat. Das Land, das fast ohne Schutzmaßnahmen durch die Pandemie gegangen ist. Auch in den USA startete die Infektionswelle ohne großes Zutun in den Südstaaten Tennessee und Florida und breitete sich von dort aus aus.

Corona, Influenza, RSV: Das Risiko von Co-Infektionen steigt

Die Harvard-Absolventin und Professorin Lisa Iannattone aus Montreal kommt jedoch anhand von Daten aus Dänemark zum gegenteiligen Schluss: Masken und Maßnahmen können Babys ein Jahr lang vor RS-Viren schützen – und insgesamt die Zahl der Krankenhauseinweisungen reduzieren. „Für den schweren Verlauf gibt es nur eine mögliche Erklärung – und das ist eine vorangegangene Covid-Infektion.“

Theresa Tam, Leiterin der kanadischen Gesundheitsbehörde, befürchtet eine Katastrophe: „Wir haben medizinisches Neuland betreten: Drei Atemwegsviren zirkulieren nebeneinander. Das Risiko von Co-Infektionen steigt, wenn in Schulen und am Arbeitsplatz keine Masken getragen werden. “

Und es gibt keine Immunität gegen Covid-19 oder Grippe. Im Gegenteil: Immer wieder gibt es Studien, die auf ein geschwächtes Immunsystem nach überstandener Krankheit und damit auf einen schwereren Verlauf der nächsten Erkrankung hindeuten. Jede Infektion kann auch unerwartete Schäden nach sich ziehen – gerade bei Corona, und selbst wenn der Verlauf harmlos ist.

Nach Corona-Infektion: Das Diabetes-Risiko für Kinder steigt

Kürzlich wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ eine Studie veröffentlicht, die bestätigt, dass das Risiko für Typ-1-Diabetes deutlich ansteigt. Der „Spiegel“ behandelt nur die Spätfolgen einer SARS-Cov2-Infektion mit erhöhtem Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko für mehr als ein Jahr nach der Ansteckung – und das in jeder Altersgruppe! Auch das Gehirn wird von dem Virus angegriffen, was zu Demenz führen kann. Die Kosten von Long Covid waren astronomisch. Allerdings sind neurologische und sogar psychische Spätfolgen wie Depressionen bei einem Virus nicht neu: Ähnliche Beobachtungen wurden bereits bei der Spanischen Grippe gemacht.

Kinder sind also gefährdet, aber die kursierenden RS-Viren sind auch ältere Menschen: Neben Kleinkindern fordert das Virus die meisten seiner Opfer bei den über 65-Jährigen.

Der schottische Long-Covid-Experte Dr. Claire Taylor richtete via Twitter einen feurigen Appell: „Warum sind wir alle in Gefahr?“ Er wies unter anderem auf das Szenario hin, dass sich das tödliche MERS-Virus mit dem Sars-Cov2-Virus bei der WM in Katar verbinden könnte – seit 2021 ein Traum für Virologen.

Taylors Fazit: Da Impfungen die Ausbreitung nicht verhindern, sind vor allem Masken und Luftfilter der einzig wirksame Schutz in Innenräumen. Besonders und vor allem für unsere Kinder.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button